Mittwoch, 3. Februar 2016

Hamburgteile 72A




Arbeitswege, Durststrecken, Mittagspausen, Denkwandern. So kenne ich Hamburg Hamm. Anderthalb Jahre von 2011 – 2013 habe ich hier beruflich zutun gehabt, im Luisenweg im Süden. Andere prägende Straßennamen sind die Diagonalstraße, welche parallel zum Luisenweg verläuft und die Süderstraße mit Tierheim oder die Wendenstraße.

„Hamm und Horn, schuf Gott im Zorn!“, sprach man nach dem Kriege. Hamm wurde in drei Teile zergliedert, ähnlich nutzlos dreigeteilt nach dem es beinahe komplett zerstört war. Von 1951 – 2010 in Nord, Mitte und Süd. Das ist seit dem 1. Januar 2011 wieder anders. Es gibt nur ein Hamm. Hamm hat jetzt auch wieder die Form eines Hammers. Hier gibt’s nicht nur die Hammer Kirche, sondern auch Hammer Preise und einen FKK Club.

Entspannung findet man allerdings wirklich im Hammer Park, welcher nördlich an der Dreifaltigkeitskirche anschließt. 16 Hektar neben dem Sportplatz Hammer Park, auf dem ich so manches Sportfest erlebte. Der Park entstand als Garten im englischen Stil, ein gewisser Kaufmann Chapeaurouge kaufte das Grundstück 1773. Die Truppen Napoleons machten den Park wieder kaputt. Später jedoch wurde hier sogar König Christian VIII im Landhaus empfangen.

Das Wort Hamm stammt vom sächsischen Ham, Hamme, Hemm oder Hemme. Namensbedeutung ist und bleibt unsicher. Entweder „Wald“ oder auch „Land“ – zumindest war es eine altsächsische Siedlung in einem großen Waldgebiet. Dass die Hammaburg nach Hamm benannt wurde, ist durchaus nicht belegt.

Hamm verlor zwischen 1939 und 1946 über 80 000 Einwohner, wurde dann in den fünfziger Jahren durch Wohnungsbaugenossenschaften wieder rotgeklinkert. Heute leben in Hamm ca. 38 000 Menschen auf einer Fläche von 3,8 Quadratkilometern. In Hamm lebten einige besondere Persönlichkeiten. Johannes Brahms, Arno Schmidt, John Neumeier. Und Walter Giller wuchs hier auf. Zu erreichen ist Hamm im Bezirk Mitte mit der U2 und neuerdings auch der U4. Mit Burgstraße, Hammer Kirche und Rauhes Haus findet man in Hamm drei U-Bahnstationen.


3. Februar 2016

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